lustige Gedichte
Der Weihnachtsmann
Wie jedes Jahr hat der Weihnachtsmann
seinen Urlaub sehr genossen.
Er war an der See, hat getaucht und gesurft
und sich abends ein Bier eingegossen.
Im Sommer nimmt er den Bart ganz ab
und geht mit Bermudas zum Strand.
Er wird zum Glück so kahl rasiert
von niemandem erkannt.
Wenn er vom Surfen müde ist,
dann liest er dicke Romane,
liegt in der Sonne, denkt nicht ans Geschäft
und isst Erdbeer-Eis mit Sahne.
Ab September lässt er den Bart wieder wachsen,
im November packt er die Sachen,
und Anfang Dezember fährt er zurück,
um die Weihnachtsarbeit zu machen.
Daheim angekommen geht er zum Stall,
inspiziert dort den Weihnachtsschlitten.
Danach striegelt er das alte Rentier,
es hat unter der Trennung gelitten.
Das Tier ist im Sommer auf der Wiese
und hat es dort gut und schön,
und doch scheint es ist immer etwas gekränkt
beim ersten Wiedersehen.
Dieses Jahr ist es ganz und gar unversöhnlich,
es zeigt sich sogar renitent,
und tut, als ob’s nach der langen Zeit
den Weihnachtsmann gar nicht mehr kennt.
Und schlimmer noch, es schlägt sogar aus
mit dem linken Hinterfuß
und gibt dem verdutzten Weihnachtsmann
gehörig eins auf die Nuss.
Der stürzt zu Boden, ist ziemlich benommen,
sein Kopf fühlt sich an wie betäubt.
Inzwischen tut dem Rentier natürlich
der Schlag mit dem Huf längst schon leid.
Doch diese Reue nützt nun nichts mehr.
Geschehen ist geschehen.
Beim Stürzen ist auch noch das Bein gebrochen,
der Weihnachtsmann kann nicht mehr gehen.
„Wer soll jetzt die Arbeit machen?
Was wird aus all den Geschenken?
Die müssen doch rechtzeitig in jedes Haus,
und ich kann den Schlitten nicht lenken!“
Der Arzt kommt ins Haus, legt das Bein in Gips,
verschreibt dazu noch zwei Krücken
und rät, die nächsten fünf bis sechs Wochen
mit Lesen zu überbrücken.
„Ich lese“ erwidert der Weihnachtsmann
nur im Sommer und zwar am Meer!
Im Dezember habe ich Hochkonjunktur,
da muss ein Ersatzmann her!“
Zum Glück hat der Weihnachtsmann einen Freund,
der kennt sich mit Kindern gut aus,
er liefert ebenfalls einmal im Jahr
seine Gaben in jedes Haus.
Der Freund befindet sich grade im Urlaub,
für ihn ist es Ferienzeit,
doch ist er per Handy zum Glück zu erreichen
und gleich zur Hilfe bereit.
Er macht seine Sache wirklich gut
und pünktlich zur Weihnachtsfeier
findet jedes Kind unterm Baum die Geschenke
und wie seltsam: zwei bunte Eier!
Renate Eggert-Schwarten
Weihnachtsblues
Das Fest ist auf den Hund gekommen, sagt Tante Käthe.
Da wird man nur noch ausgenommen, sagt Tante Käthe.
Ach, Weihnachten ist kein Genuss mehr, sagt Tante Käthe,
dazu hab ich jetzt keine Lust mehr, sagt Tante Käthe.
Es dreht sich alles nur noch um das Schenken.
Man sollte doch zum Fest an andre Dinge denken.
An Nächstenliebe beispielsweise zu den Armen,
doch der Konsum kennt ja bekanntlich kein Erbarmen.
Nein, im Advent geht man im Kaufgewühl fast unter,
und all das zieht mich jedes Jahr unheimlich runter.
Ich für mein Teil mach diesen Rummel nicht mehr mit:
ich fliege dieses Jahr zum Shoppen nach Madrid!
Renate Eggert-Schwarten
Aufgeregtes Weihnachtssprüchlein
Von drauß' vom Walde komm ich her,
ich bin ein kleiner Mann.
Knecht Ruprecht, ich will artig sein
mit Mandeln drum und dran.
Lustig, lustig, trallali …
Nein. So stimmt das Sprüchlein nie!
Verschneit liegt rings die ganze Welt,
und das bei Wind und Wetter.
Du lieber, guter Weihnachtsmann,
wie treu sind deine Blätter.
Lustig, lustig, trallali …
Dieser Vers - der stimmt doch nie!
Vom Himmel hoch, da komm' ich her
mit Tschingderassabumm.
Ich bin der Kasperl Guckinsglas,
Sankt Nikolaus geht um.
Lustig, lustig, trallali …
Dieses Sprüchlein schaff ich nie!
Alle, alle Jahre wieder
steigt das Büblein auf den Baum,
sogar im Winter, wenn es schneit.
Oh holder, süßer Traum.
Lustig, lustig, trallalum …
Das war wieder falsch und dumm!
Heute, Kinder, wird's was geben!
Öchslein brüllt und Kindlein schreit.
Der eine kriegt 'ne Muh,
der andre kriegt 'ne Mäh,
Oh selige, fröhliche Weihnachtszeit.
Lustig, lustig, trallali …
Christkind hilf, sonst schaff ich's nie!
Jetzt kann ich ihn, den Weihnachtsspruch!
Hört alle, alle zu:
Ich bin kein Pfefferkuchenmann,
will keine Mäh und Muh.
Ich komme nicht vom Himmel her
und bin auch nicht verhext.
Ich merke mir nur leider schwer
den rechten Weihnachtstext.
Darum will ich nicht länger mehr
mein langes Sprüchlein leiern.
Nur eins ist wichtig: Denkt daran,
warum wir Weihnacht feiern'.
Eva Rechlin
Der Bart vom Weihnachtsmann
Der Weihnachtsmann hat einen Bart,
der immer auf den Teppich haart.
Das ist schon öfter vorgekommen,
drum wird der Bart jetzt abgenommen!
Der Bart des Nikolaus!
Eine winzig kleine Laus
saß einst im Bart des Nikolaus.
Sie zwickt ihn hier, sie zwickt ihn dort,
will er sie packen, hüpft sie fort.
Da schimpft der alte Nikolaus
mit dieser frechen kleinen Laus!
Er geht ins Bad, macht schnipp und schnapp,
die Laus erschrickt, der Bart ist ab!!
Des Forschers Heiligabend oder: Deadline 24th December
Es ist schon still im Institut,
sogar das Telefax jetzt ruht.
In sanftem Licht bei schwachem Scheine
stehen die Terminals alleine.
Schneeflocken fallen leis' und sacht',
weil das der Bildschirmschoner macht,
ganz lautlos über'n Monitor.
Kein Druckerschnarren dringt an's Ohr,
nur die Standby-Diode brennt
und flackert leicht. Es ist Advent.
Da schließt der Forscher ohne Eil'
g'rad' noch sein letztes Backupfile.
Und als er legt die Akten hin,
geht ihm so manches durch den Sinn.
Er denkt an die Vergangenheit:
"Von wegen gute alte Zeit!
Manch' Stund' hat man mit Zeug verbracht,
das heut' der Rechner ruck-zuck macht."
Er denkt mit mitleidsvoller Mine
an Blaupapier und Schreibmaschine
und an das Warten auf die Post -
wochenlang von West nach Ost.
Heut' mit dem Fax, da geht das fix,
und E-Mail erst: null-komma-nix,
schon sind die Daten über'n Bus.
So kommt er zu dem festen Schluß:
"Heut' hat man's besser, keine Frage!"
Und jetzt geht's in die Feiertage.
Er hatte sich fest vorgenommen,
nicht allzu spät nach Haus zu kommen.
Heiligabend muß vor allen Dingen
ihm Ruhe und Erholung bringen.
Doch als er sich zum Heimgeh'n wandt',
fällt ihm sein Schlüssel aus der Hand.
Und als er sich nach diesem bückt,
hat er ein Blatt Papier erblickt,
das unabsichtlich offenbar
zu Boden scheint's gefallen war.
"Ach Gott," sagt er nach kurzem Lesen,
"das hatte ich total vergessen."
Da geht's - er hat es gleich gecheckt -
um irgend so'n EU-Projekt,
das lange schon mal ausgeschrieben.
Die Bewilligung war ausgeblieben,
doch nach Protesten und Beschwerden
kann es nun neu beantragt werden.
Ganz unten steht noch: "Just remember:
Deadline: 24th December!"
Zwar war im das nicht angenehm,
doch im Prinzip auch kein Problem.
Da er's schon mal beantragt hatte,
ist es gewiß noch auf der Platte.
Schnell raus mit E-Mail oder Fax.
Termineinhaltung ist ein Klacks.
Eine Kopie vom Erstantrag
noch in der Aktenmappe lag.
So denkt er: "Da mach ich mir's leicht!
Der wird einfach nochmal eingereicht.
Nur's Datum ist nicht aktuell.
"Na, kein Problem, das hab'n wir schnell!"
Trotzdem faßt er noch den Entschluß,
daß er zu Haus Bescheid sag'n muß:
'ne halbe Stund' er später käme,
mehr Zeit das nicht in Anspruch nähme.
Das Telefon zu Haus belegt,
was unsern Forscher nicht erregt.
So schickt er halt' ne Mail, ok,
an Frau.Forscher@ T-Online.de
Nun froh an's Werk, jetzt wird sich g'sputet,
mit frohem Pieps der Rechner bootet
und schon geht's rund, schnell wie ein Pfeil:
DOS, Windows, Word und Open File.
Doch eines ist jetzt schon fatal:
Wie hieß denn die Datei noch mal?
Schau'n wir mal, was es da gibt.
Abkürzungen sind ja sehr beliebt:
wrzlbr.fmt und knrad.txt
es ist schon manchmal wie verhext.
Und man vernimmt ein leises Fluchen:
"Ja Sakrament, da muß ich suchen."
Nach einer Stunde, in der Tat,
er die Datei gefunden hat.
Sie hieß 'test.doc', es ist zum Flennen,
das hätt' er sich ja denken können.
"Na bitte," dachte er, "das paßt!
Nur noch 'ne Kurzmessage verfaßt,
das File als Anhängsel attached
und dann ins Internet gequetscht.
Vorher wie immer den Login,
dann kriege ich das schnellstens hin."
Doch kommt es nicht ganz, wie er meint.
Denn was am Bildschirm da erscheint,
das hätt' ihn beinah' umgehaun.
Es steht da "LOCAL NETWORK'S DOWN!"
Rasch die Hotline angewählt.
"Das krieg'n wir schon!" - doch weit gefehlt:
das Rechenzentrum menschenleer,
am Heiligabend ist da keiner mehr.
Dann klingelt noch das Telefon.
Seine Frau mit lautem Ton
entfacht 'ne Diskussion sofort,
die schließlich endet mit dem Wort:
"Dann heirat' nächstens dein Büro!"
Das stimmte ihn jetzt auch nicht froh.
Darauf versucht er einmal noch
den Login, denn vielleicht geht's ja doch.
Nach 10 Versuchen schmeißt er's hin:
"Das hat doch alles keinen Sinn.
Dann eben nicht mit Internet,
das macht das Kraut jetzt auch nicht fett.
Stattdessen drucke ich es aus
und dann geht es per Fax hinaus."
Doch wieder unser Forscher irrt.
Er blickt den Ausdruck an verwirrt
und er muß zugeben, daß man
die Formeln nicht entziffern kann.
Den Grund dafür, den kennt er schon:
Das liegt sicher an der Word-Version.
Der Text mit WinWord 2 geschrieben
ist nicht ganz up-to-date geblieben.
Dies Manko wird eliminiert,
indem man Filter installiert,
ein paar Fonts zusätzlich lädt,
darauf in die win.ini geht,
dort zwei drei Einträge editiert
und dann reg.dat modifiziert.
Zuletzt dann schließlich dreimal booten,
das dauert nur ein paar Minuten.
Nach drei Stunden hin und her
lief dann überhaupt nichts mehr:
Kein Word, kein Windows und kein DOS.
Frustriert der Forscher d'rauf beschloß,
den Rechner nunmehr abzuschalten
und zu versuchen, nach der alten
Tippex- und Schreibmaschinenweise
den alten Antrag still und leise
zu retouchier'n und wegzuschicken.
Das sollt' ihm heute doch noch glücken.
20 vor zwölf war es geschafft.
Der Forscher völlig abgeschlafft,
mehr wankt er schon, als daß er geht,
schnurstracks bis zum Faxgerät.
Den Antrag in den Einzugschacht,
gewählt, doch - wer hätt' das gedacht -
hört er nur das Besetzt-Signal
und's Display zeigt: "ERNEUTE WAHL".
Und so probiert erneut er 's wieder,
die Laune ist total darnieder.
Beim zehnten Anlauf endlich dann
springt die Übertragung an.
Dem Forscher geht nur durch den Sinn:
"' s ist zwei vor zwölf, das haut noch hin!"
Wie er sich freut, nah'zu unbändig,
zeigt's Display: "SENDUNG UNVOLLSTÄNDIG".
Es kracht die Faust, die keiner hält,
zack-bumm auf das Bedienungsfeld.
Und bei diesem Faustschlag im Affekt
ist's Faxgerät total verreckt.
Es trifft dies unsern Forscher schwer:
Jetzt ist es aus, jetzt geht nichts mehr!
Am Boden liegend sieht er dann
das Blatt Papier, mit dem's begann.
Fast rasend schnaubt er: "Just remember:
Deadline 24th December!"
Als er das Blatt zerreißen will,
wird er mit einem Male still.
Da sieht er, daß es in der Tat
auch rückseits noch was stehen hat.
Da steht - das sieht er jetzt ganz klar -
"Wiederholungsanträge bis Ende Januar."
Perplex steckt er nun den Antrag
einfach in einen Briefumschlag,
Adresse d'rauf und, ohne Drang,
ab damit in den Postausgang.
Schwer hat der Abend ihn geplagt,
doch jetzt scheint's endlich abgehakt,
und er tritt unverzüglich dann
den wohlverdienten Heimweg an.
Busse fahr'n zwar längst nicht mehr,
doch nimmt der Forscher das nicht schwer
und er beschließt zu Fuß zu laufen,
um gute, frische Luft zu schnaufen.
Ganz still ist es um diese Zeit,
die Landschaft liegt im Winterkleid,
Schneeflocken fallen sacht und leis',
rings um ihm her nur tiefes Weiß.
Man hört nichts Lautes, und im Dunkeln
vereinzelt ein paar Sterne funkeln.
Auf seinem langen Weg nach Haus'
kramt manch' Erinnerung er aus.
Viel fällt ihm ein, während es schneit,
aus der guten alten Zeit.
Die Geschichte vom Lametta
(Sauerkraut hilft in der Not)
Weihnachten naht, das Fest der Feste –
Das Fest der Kinder – Fest der Gäste –
Da geht es vorher hektisch zu ........
Ein Hetzen, Kaufen, Proben, Messen –
Hat man auch Niemanden vergessen ...?
So ging's mir – keine Ahnung habend –
vor ein paar Jahren – Heiligabend –
der zudem noch ein Sonntag war.
Ich saß grad bei der Kinderschar,
da sprach mein Mann: "Tu dich nicht drücken,
Du hast heut' noch den Baum zu schmücken!"
Da Einspruch meistens mir nichts nützt,
hab kurz darauf ich schon geschwitzt:
Den Baum gestutzt – gebohrt – gesägt –
und in den Ständer eingelegt.
Dann kamen Kugeln, Kerzen, Sterne,
Krippenfiguren mit Laterne.
Zum Schluss --- ja Himmeldonnerwetta ---!
Nirgends fand ich das Lametta !
Es wurde meinem Mann ganz heiß
und stotternd sprach er: "Ja, ich Weiß;
Im letzten Jahr war's arg verschlissen –
Drum ham wir's damals weggeschmissen.
Und – in dem Trubel dieser Tage,
bei meiner Arbeit, Müh' und Plage,
vergaß ich, Neues zu besorgen!
Ich werd' was von den Nachbarn borgen!"
Die Nachbarn – links, rechts, drunter, drüber –
Die hatten kein Lametta über!
Da schauten wir uns an verdrossen,
die Läden sind ja auch geschlossen...
So sprach ich denn zu meinen Knaben:
"Hört zu! Wir werden heuer haben
einen Baum – altdeutscher Stil,
Weil ... mir Lametta nicht gefiel...!"
Da gab es Heulen, Schluchzen, Tränen---
Und ich gab nach den Schmerzfontänen.
"Hör endlich auf mit dem Gezeta –
Ihr kriegt ´nen Baum – mit viel Lametta!"
Zwar konnt' ich da noch nicht begreifen,
woher ich nehm' die Silberstreifen...,
doch gerade, als ich sucht' mein Messa –
da les' ich: HENGSTENBERG MILDESSA"
Es war die Sauerkrautkonserve....!
Ich kombinier' mit Messers Schärfe;
Hier liegt die Lösung eingebettet---,
das Weihnachtsfest, es ist gerettet!
Schnell wurd' der Deckel aufgedreht,
das Kraut gepresst, so gut es geht –
Zum Trocknen – einzeln – aufgehängt –
und dann geföhnt, -- doch nicht versengt!
Die trocknen Streifen sehr geblichen
mit Silberbronze angestrichen –
Auf beiden Seiten Silberkleid!
Oh freue Dich, Du Christenheit!
Der Christbaum ward einmalig schön,
wie selten man ihn hat gesehn!
Zwar roch's süßsauer zur Bescherung;
Geruchlos gab's ne Überquerung,
weil mit Benzin ich wusch die Hände,
mit Nitro reinigte die Wände;
Dazu noch Räucherkerz und Myrte –
der Duft die Menge leicht verwirrte!
Und jedermann sprach still, verwundert:
"Hier richt's nach technischem Jahrhundert!"
Ne Woche drauf! ... Ich saß gemütlich
im Sessel, las die Zeitung friedlich,
den Bauch voll Feiertage-Rester –
s' war wieder Sonntag – und Sylvester.
Da sprach mein Mann: "Du weißt Bescheid?
Es kommen heut' zur Abendzeit
Schulzes, Lehmanns und Herr Meier
zu unserer Sylvesterfeier ...
Wir werden leben wie die Fürsten –
s' gibt Sauerkraut mit Wiener Würsten!
Ein Schrei ertönt! - Entsetzt er schaut:
"Am Christbaum hängt mein Sauerkraut...!
Ich hab vergessen, Neues zu besorgen!
Ich werd was von den Nachbarn borgen!
Die Nachbarn – links, rechts, drunter, drüber –
die hatten – leider – keines über!
Da schauten wir uns an verdrossen,
die Läden sind ja auch geschlossen...
Und so ward wieder ich der Retta;
Nahm ab vom Baume das Lametta!
Mit Terpentinöl und Bedacht
hab ich das Silber abgemacht.
Das Kraut dann gründlich durchgewässert,
mit reichlich Essig noch verbessert;
Dazu noch Nelken, Pfeffer, Salz
und Curry, Ingwer, Gänseschmalz!
Dann, als das Ganze sich erhitzte –
das Kraut, das funkelte und blitzte –
da konnt’ ich nur nach oben fleh’n,
lass diesen Kelch vorübergeh’n...!
Als später dann das Kraut serviert
ist auch noch folgendes passiert:
Da eine Dame musste niesen
sah man aus ihrem Näschen sprießen
tausend kleine Silbersterne...
"Mach's noch einmal; Ich seh’ das gerne"...
So rief man ringsum, hocherfreut –
Die Dame wusste nicht Bescheid!
Franziskas Lehmann sprach zum Franz:
"Dein Goldzahn hat heut Silberglanz!"
Und einer, der da musste mal,
der rief: "Ich hab'nen Silberstrahl...!"
So gab's nach dieser Krautmethode
noch manche nette Episode!
Beim Heimgang sprach ein Gast zu mir:
"Es hat mir gut gefallen hier,
doch wär’ die Wohnung noch viel netta,
hättest Du am Weihnachtsbaum Lametta!
Ich konnte da gequält nur lächeln
und mir noch frische Luft zufächeln.
Ich sprach – und klopfte ihm aufs Jäckchen:
"Im nächsten Jahr, da kauf ich hundert Päckchen!!!
Das Honigkuchenherz
Vor der Bude vom Zuckerbäcker stand
ein Opa, sein Enkelkind an der Hand;
und Fritzchen wählte nach langem Suchen
ein großes Herz von Honigkuchen.
Zuckerguss war darüber geglättet
mit Plätzchen und Perlen eingebettet,
und für dieses Kinderglück
bezahlte der Opa ein Fünfmarkstück.
Nun ging der Opa und Fritz in die Runde
es dauerte schon eine gute Stunde,
vor jeder Bude blieb Fritzchen stehen,
überall gab es was Neues zu sehen.
Da sagte Fritzchen ganz leise: Opalein,
Opa ich muss mal, bloß klein.
Da sagte der Opa der Gute:
Komm gleich hier hinter die Bude.
Ich bleib dicht vor Dir stehen,
da kannste, und keiner kann Dich sehen.
Fest in der Hand den Honigkuchen
tat Fritzchen nun das Knöpfchen suchen.
Der kalte Wind pfiff um die Ohren,
die Finger waren ganz blau gefroren
und deshalb traf er auch einige Mal
den Honigkuchen mit warmen Strahl.
Das kleine Fritzchen merkte das gleich,
der Honigkuchen wurde weich.
Und Fritzchen flennte ohne Unterlass:
Opa, mein schönes Herz ist nass!
Da ging Opa, der einzige Gute,
mit Fritzchen an die Zuckerbude
und stillte dessen großen Schmerz
mit einem zweiten Honigkuchenherz.
Nun hatte er zwei Herzen und es war ihm klar,
dass eines davon nicht in Ordnung war.
Er wollte den Opa entscheiden lassen:
Opa, was machen wir mit dem nassen?
Der Opa wusste in der Tat
gleich einen guten Rat:
Weißt du mein Junge, das machen wir so,
den gibst du der Oma, die titscht sowieso!
Little Christmas Gedicht
When the last Kalendersheets
flattern through the winterstreets
and Dezemberwind is blowing
then ist everybody knowing
that it is not allzuweit
she does come the Weihnachtszeit.
All the Menschen, Leute, people
flippen out of ihr warm Stüble
run to Kaufhof, Aldi, Mess
make Konsum and business,
kaufen this und jene things
and the churchturmglocke rings.
Manche holen sich a Tännchen
when this brennt they cry "Attention".
Rufen for the Feuerwehr
"Please come quick to löschen her!"
Goes the Tännchen off in Rauch
they are standing on the Schlauch.
In the kitchen of the house
mother makes the Christmasschmaus.
She is working, schufts and bakes
the hit is now her Joghurtkeks
and the Opa says als Tester
"We are killed bis to Silvester".
Then he fills the last Glas wine-
yes this is the christmastime!
Day by day does so vergang
and the holy night does come
you can think, you can remember
this is immer in Dezember.
Then the childrenlein are coming
candle-Wachs is abwärts running.
Bing of Crosby Christmas sings
while the Towerglocke rings
and the angels look so fine
well this is the Weihnachtstime.
Baby-eyes are kugelrund
the family feels kerngesund
when unterm Weihnachtsbaum they're hocking
then nothing can them ever shocking.
They are happy, are so fine
this happens in the christmastime.
The animals all in the house
the Hund, the Katz, the bird, the Maus,
are turning round the Weihnachtsstress,
enjoy this as never nie
well they find Kitekat and Chappi
in the Geschenkkarton of Papi.
The family behins to sing
and wieder does a Glöckchen ring.
Zum Song vom grünen Tannenbaum
the Tränen rennen down and down.
bis our mother plötzlich flennt
"The christmas-Gans im Ofen brennt!"
Her nose indeed is very fine
ENDE OF THE WEIHNACHTSTIME
Merry Weihnachten
Vor uns liegt nun der Event,
den man Merry Christmas nennt.
Unsre Youngsters, Girls und Boys,
kriegen jede Menge toys;
Pockemon und Peanut-Kern
haben alle Kids so gern!
Aber auch zu Mum und Dad
ist Old Santa pretty nett;
denn die Gifts aus Peter’s Shop
sind Prime Collection , - einfach top;
From Heaven high, da kommt er her,
und bringt der Goodies mehr und mehr.
Grandma, Grandpa, ach Ihr Alten,
Weihnachten könnt Ihr gern behalten,
X-mas providet globally
Corporate Identity;
Joy to the world, bald ist’s Zeit
again für Silent und für Holy Night.
Oder war da doch was dran,
am Christkind und am Weihnachtsmann?
An den Liedern, die wir einst gesungen:
Es ist ein Ros‘ entsprungen?
Lag still und starr nicht dort der See?
Standst du, oh Tannebaum, nicht grün im Schnee?
Ich sehe heut in meinem Traum,
Euch Eltern dort beim Lichterbaum,
An Ochs und Esel denke ich zurück,
an Kinderaugen voller Glück,
an Worte, die uns eng verbanden,
Als Alt und Jung sich noch verstanden.
Wenn wir daheim schon nicht verstehen,
wie soll’s global dann besser gehen?
Nicht, wenn Ihr fremde Wörter stammelt, -
doch wenn Ihr unterm Wort Euch sammelt,
strahlt in die Welt so weit, so breit,
der Friede dieser Weihnachtszeit.
Sankt Nikolaus im Kindergarten
Nikolaus
Wie jedes Jahr, von Haus zu Haus,
zieht wieder mal Sankt Nikolaus.
Die Kleinen auch im Kindergarten,
mit großer Spannung auf ihn warten.
Gelernt haben sie sich ein Gedicht,
das man für den Niklaus spricht.
Auch ein Lied wollen sie singen,
die Feier soll recht gut gelingen.
Man hat geprobt, man hat geübt,
das Beste heut` ein jeder gibt.
So dass er wieder kommen kann,
Sankt Nikolaus der Himmelsmann.
Bei „Lasst uns froh und munter sein"
Sankt Nikolaus zieht würdig ein.
Die Kinder hörn ganz leis und still,
was er ihnen sagen will.
Doch ist zu lang heut` seine Predigt,
die Kinder sind schon ganz erledigt.
Ohne Respekt vor`m heil`gen Mann
stellen sie manche Sachen an.
Auf des Niklaus gold`ne Schuh`
krabbelt der kleine Maxl zu.
Obwohl es strengstens ist verboten,
öffnet er die beiden Knoten.
St. Nikolaus, der festlich spricht,
bemerkt den Übeltäter nicht,
den man vor seinen Füßen findet,
wie er die Schuh` zusammen bindet.
Um des Niklaus Leib herum
ist ein langes Cingulum.
Das Ende noch den Boden streift,
der Hansi es voll Mut ergreift
und fesselt damit, frech und cool,
den Nikolaus an seinen Stuhl.
Über den Sack, der groß und schwer,
geht der kleine Helmut her
und schneidet, schneller wie ein Blitz
in den Boden einen Schlitz
und nimmt, geschickt wie eine Maus,
das erste Päckchen schon heraus.
Die Predigt hat er nun beendet,
an jedes Kind sich Niklaus wendet
und gibt dem Fräulein schnell ein Zeichen,
die Geschenke zu überreichen.
Mit ganzer Kraft hebt sie den Sack,
da macht es plötzlich tack, tack, tack
und aus dem Sack vom Nikolaus
purzeln die Geschenke raus.
Die Kinder lachen, laufen los,
finden die Idee ganz groß,
die Wartezeit so zu verkürzen,
sich auf die Geschenke stürzen.
Eh' sich der Nikolaus versieht,
ein jedes Kind schon wieder flieht
und ist mit einem schnellen Satz
auf seinem Stuhl, auf seinem Platz.
Sankt Nikolaus ist ganz verstört,
damit man wieder auf ihn hört,
will er sich vom Stuhl ergeben,
den Kindern Tadel nun zu geben.
Doch als er sich vom Stuhl erhebt,
scheint dieser an ihm festgeklebt.
Der Stuhl, er hebt sich mit empor,
die Kinder lachen laut im Chor.
Nun will er gehen einen Schritt,
doch machen das die Schuh' nicht mit,
denn die sind ja zusamm' gebunden,
und um das Chaos abzurunden,
mit einem Schlag, recht dumpf und laut,
es Niklaus auf den Boden haut.
Die Kinder lachen, s' Fräulein schreit
und den Nikolaus befreit,
vom Stuhl, an dem er sich befindet,
die Schuhe auseinander bindet.
Der Nikolaus steht auf mit Wut,
er findet all´ das gar nicht gut,
packt seine Sache, um zu starten,
ganz schnell aus diesem Kindergarten.
„Lustig, lustig, tralalalala,
Nikolaus war heute da".
Wahr ist geworden dieses Wort,
heut, hier an diesem Ort.
Die Kinder, schließlich dann zu Haus'
erzähln noch lang' von Nikolaus.
Sankt Nikolaus in Nöten
Den Abend vor dem Niklausfest
sich kein Haus entgehen lässt
und sind die Kinder auch noch klein
lädt man sich Sankt Niklaus ein.
Der Niklaus zieht von Haus zu Haus
sieht schon bald recht müde aus,
denn Ruprecht, seim getreuen Knecht
wird nach dem zweiten Haus schon schlecht.
Nun schleift der fromme Gottesmann
selber seine Sachen an,
mit Schnaps und Bier wird er gestärkt
man es allmählich auch schon merkt.
So schleppt er sich, der Nikolaus
recht tapfer noch von Haus zu Haus.
Im letzten Haus, o welch' ein Schreck,
da ist er aber fast schon weg.
Ans Fenster klopft er voller Wucht,
klein Maxl ein Versteck schnell sucht,
vor Schreck die Mutter auch noch zittert,
da kommt er schon hereingeschlittert.
Und man hört, wie's draußen poltert,
er ist über die Tür gestolpert.
Das gold'ne Buch, es ist zerfetzt,
er's mühsam schnell zusammensetzt.
Doch kennt er sich jetzt nimmer aus
welch' Text gehört in welches Haus,
„Sankt Nikolaus, sei uns willkommen",
der sieht schon alles ganz verschwommen.
„Von draus vom Walde komm' ich her",
- das Herz geht schnell, die Zunge schwer-
„und überall auf den Tannenspitzen"
- er kann nicht steh'n, er muss sitzen.
„Liebe Mädchen, liebe Buben,
heut' komme ich in eure Stuben
und will aus meinem Buch verkünden
was Gut's ihr tat und eure Sünden".
Max voller Mut den Stab nun hält,
Sankt Niklaus fast vom Sessel fällt.
Des Kindes Namen weiß er nimmer
hat keine Ahnung, keinen Schimmer.
Mahnend hebt er nun den Finger
„was du manchmal so drehst für Dinger,
mit deiner Schwester tust du streiten,
der Oma Kummer auch bereiten".
„O Heiliger Sankt Nikolaus,
ich glaub’ du bist im falschen Haus,
ich hab’ keine Schwester und keine Oma"
- der Nikolaus fällt fast in Koma.
Doch unbeirrt, ganz in der Pflicht
er seinen Text nun weiterspricht
und weit're Sünden er aufzählt,
„du hast manchmal den Hund gequält".
„Auch der Satz ist jetzt fehl am Platz,
mir hab’n kein Hund und keine Katz'"
- „Beim Fußball spielst du manchmal faul
und hast auch oft ein freches Maul!"
„I spiel' net Fußball, bin i dumm,
fahr lieber mit dem Fahrrad `rum,
vom Frechsein gibt's gar keine Spur,
ich bin das bravste Büble nur."
„Das Üben vom Trompete-Blasen
hast du oftmals sausen lassen",
- „ja, Nikolaus, ja bist du bled,
i spiel doch Flöte, net Trompet!"
Die Eltern halten’s nimmer aus,
sie lachen schallend aus sich raus.
Ein Lied, das Niklaus gern genießt,
die komisch' Szene nun beschließt.
Doch der Besuch ist nicht vorbei,
Sankt Niklaus schenkt noch allerlei,
wie soll's auch sein, ihr könnt's euch denken,
er macht auch Fehler beim Verschenken.
Der Maxl kriegt die Flasch' Likör
dem Vater schenkt er Gummibär'.
Aus Schockolad' den Nikolaus,
den packt er für die Mutter aus,
dafür kriegt Franz, der große Bruder
für die Schönheit frisches Puder.
Das kann passieren das kommt mal vor,
alle nehmen's mit Humor.
Den Niklaus lädt man an den Tisch
jetzt fühlt er sich schon wieder frisch.
Das gibt ein lust'ges Abendessen,
den Niklaus wird man nie vergessen.
Sankt Nikolaus kommt durcheinander
Schützen, Veteranen, Frauen,
beim G'meindsrat vorbeischauen,
Fußballer und Musikanten,
Senioren, Schule, Asylanten,
in Spielgruppe und Kindergarten
sie schon lange auf ihn warten,
dann geht er noch von Haus zu Haus,
der heilige Sankt Nikolaus.
Er hat es streng, er hat es hart,
drei Tag' lang ist er auf der Fahrt,
kommt fast nicht mehr über die Runden
er muss zu vielen alten Kunden.
Er hat geplant und all's notiert,
damit, wenn's schließlich dann pressiert,
er sicher weiß, ob wo und wann
er ist mit seinem Auftritt dran.
Doch als nun ist die höchste Zeit
und alles ist schon vorbereit',
findet der St. Nikolaus
den Zettel nicht im ganzen Haus.
Schließlich fängt er ohne Plan
seine Vereinsbesuche an.
Sich's vorzustell’n, das ist nicht schwer,
es gibt schon gleich das erst' Malleur.
Beim Kronenwirt im Schützenheim
da kehrt der Frauenbund stets ein.
Die Rede ist gut vorbereitet,
er würdevoll den Saal beschreitet.
Die Brille ist ganz angeschlagen
und ohne noch recht lang zu fragen,
mit seiner Rede er beginnt
und seinen Text zum Vortrag bringt.
„Grüß Gott, all’samt beim Frauenbund,
die Weihnachtsfeier ist der Grund,
dass wie schon im vergang'nen Jahr
ich wieder da bin, das ist klar."
Es wird ganz unruhig hier im Raum,
den Nik'laus, den versteht man kaum.
Man lauter Männerstimmen hört,
St. Nik'laus ist jetzt ganz verstört.
Der Frauenbund, der ist das nicht,
doch mutig er jetzt weiterspricht:
„Recht fromm ward wieder ihr und fleißig,
habt d'Kirch geschmückt, gebastelt eifrig" –
Es riecht nach Bier, es riecht nach Rauch,
ja rauchen jetzt die Frauen auch.
Der Nikolaus sieht langsam besser,
doch sein Gesicht wird immer blässer.
Er weiß, warum's so unruhig wird,
er hat sich im Termin geirrt,
nicht Frauen muss er heut' ermahnen,
sondern die alten Veteranen.
Was ist zu tun in dieser Not,
die Knie zittern, der Kopf wird rot.
Der Nikolaus dreimal tief schnauft
und sich die Nackenhaare rauft.
Trinkt einen Schnaps und fasst sich Mut,
auswendig weiß er vieles gut,
dass man nicht länger auf ihn wartet,
er einen freien Vortrag startet,
doch bringt er vieles durcheinander
von dem Vortrag und jenem andern:
„Lang, lang ist her der letzte Krieg,
‚s gab viele Not und keinen Sieg,
ihr habt gekämpft und habt gelitten, -
euch Frauen muss man nicht lang bitten.
Gibt's was zu helfen und zu tun,
dann macht ihr's ohne auszuruh’n,
wo man euch braucht seid ihr bereit, -
ihr treue Kameraden seid,
haltet zusammen und seid stark,
zahlt Mitgliedsbeitrag zwanzig Mark
haltet hoch die Traditionen,
beim Fasching gibt's viel Sensationen,
Modenschau, Theaterspiel,
ja zum Lachen gibt es viel"
In dem Stil geht es lang noch weiter
die Feier wird jetzt richtig heiter,
weil Nik'laus aus dem großen Sack
seine Geschenke nun auspackt:
Kölnisch Wasser, Schal aus Seide
eine Brosche für das Kleide,
Kochrezepte, Eua de Toilette,
ein ganz kleines Kosmetikset,
einen Holzrahmen zum Sticken,
bunte Wolle für das Stricken
Ohrringen und Nagellack
hat er drin in seinem Sack
und dem Herrn Vorstand tut er geben
ein Heft der Zeitschrift „Frau im Leben".
Was Frauen brauchen, was sie freut,
kriegen die Veteranen heut'.
Sie nehmen dankbar an die Gaben
weil sie nun endlich etwas haben
was sie, ohne viel nachzudenken
an Weihnachten den Frauen schenken.
So klingt der Abend fröhlich aus
alles dankt dem Nikolaus.
Den Irrtum hat man ihm verzieh’n
und lässt ihn dankbar weiterzieh’n.
Recht lange wird noch diskutiert
über das, was dann passiert,
wenn bei den Frau'n der Nikolaus,
packt auch die falschen Sachen aus.
Und es ist schließlich allen klar,
des Sackes Inhalt wir offenbar
am Weihnachtsabend, wenn auch dann
die Frau'n beschenken ihren Mann.
So kann es sein, dass dann vielleicht
jedes Geschenk sein Ziel erreicht.
Weihnachtsmann, ach gibt es dich?
(Die wissenschaftliche Betrachtung als Gedicht)
Aktuell ist die Wissenschaft.
Denn eigenes Wissen gibt eigene Kraft.
So hatte ich es gedacht und laut gesagt,
Wie sich der Weihnachtsmann doch plagt.
Spezies von lebenden Organismen werden genannt.
Hauptsächlich Insekten und Bakterien sind uns bekannt.
Fliegende Rentiere? Es gibt kein klagen und kein wehen.
Nur der Weihnachtsmann hat sie gesehen.
Ich nehme mal an, auch wenn die Erde bebt.
Dass in jedem Haushalt ein braves Kind lebt.
378 Millionen Kinder laut Volkszählungs-Büro.
Darüber ist der Nikolaus besonders froh.
Der Weihnachtsmann hat noch nie geklagt.
Obwohl er einen 31-Stunden –Weihnachtstag hat.
Durch Zeitzonen von Ost nach West er reist.
Der Himmelsweg ist trocken nicht vereist.
Er braucht eine tausendstel Sekunde ohne wettern.
Für Parken und den Schornstein runterklettern.
Dazu die Socken füllen am Kamin, retour heraus.
Und weiterfliegen zum nächsten Haus.
822 Besuche pro Sekunde, blitze-schnell.
Bei jedem braven Kind ist er zur Stell.
Millionen Stopps, gleichmäßig auf der Erde verteilt.
1,3 km Entfernung zu jedem Haushalt er reist.
120,8 Millionen km braucht er jedes Jahr.
Plus Pause und Essen, das ist doch klar.
Sein Schlitten ist enorm und imposant.
1040 km pro Sekunde fliegt er sehr rasant.
umgerechnet mit 3.000-facher Schallgeschwindigkeit.
Der Ulysses Space Probe mal zum Vergleich.
Fährt dieser mit lächerlichen 43,8 km pro Sekunde.
Ein Rentier schafft höchstens 24 km pro Stunde.
Nun zur Ladung des Schlittens mit Effekt.
Mit Geschenken wird der Weihnachtstisch gedeckt.
Pro Kind nimmt man ein Kilo Präsente mit im Wagen.
Dann ist der Schlitten mit Paketen vollgeladen.
378.000 Tonnen nicht gerechnet den Weihnachtsmann.
Auf der Wage schlägt dieser bestimmt mit 120 kg an.
Man braucht 216.000 Rentiere, das erhöht das Gewicht.
Auf eine Gabe verzichtet der Weihnachtsmann nicht.
Bei 1040 km/h Geschwindigkeit wird es amüsant.
Dies erzeugt ein einen ungeheuren Luftwiderstand.
Dadurch werden die armen Rentier aufgeheizt.
Durch das Raumschiff wird die Erdatmosphäre gereizt.
8 Trillionen Joule-Energie muss das Rentier absorbieren.
Das zweite Paar wird bestimmt explodieren.
Das gesamte Team von Rentieren ganz interessiert.
Wird innerhalb von 5 Tausendstel Sekunden vaporisiert.
Der Weihnachtsmann wird bestimmt nicht gehetzt.
Jedoch der 17.500-fachen Erdbeschleunigung ausgesetzt.
Der schwerer Weihnachtsmann würde rutschen.
Und das angenagelt ans Ende seines Weihnachts-Kutsche.
Mit 20,6 Millionen Newton Kraft.
Verliert jeder Mensch seinen roten Saft.
Damit kommen wir zum tollen Schluss,
Unser Nikolaus ist ein Pfiffikus.
Er lässt sich nicht blicken, man kann ihn nicht sehen.
Er kommt einfach so, um dich zu erspähen.
Er wird dich mögen und dir die Nächte rauben.
Jeder sollt an den Weihnachtsmann glauben.
Australische Weihnacht
(Känguruh und Kängurine)
In Australien sieht so manches anders aus,
schon im Sommer kommt da der Nikolaus.
Auch Pfingstfrösche kennt dort ein jedes Kind,
obwohl sie bei uns noch recht unbekannt sind.
Zu Weihnachten gibts dort nie Schnee und Eis,
die australische Weihnacht ist brüllend heiß.
Zur vergangenen Weihnacht wars tierisch warm,
Kängurine nahm lieb ihren Mann in den Arm,
und flüsterte ihm in sein Känguruhohr,
"heut Abend hab ich was ganz tolles vor.
Unser Weihnachtsfest wird das schönste auf Erden,
weil wir zusammen sehr glücklich sein werden."
"Wenn du meinst", sagte der Känguruhmann,
"dann fang ich geschwind mit dem wichtigsten an."
Schon hoppste er los in Richtung Wald,
weils dort einen Christbaum zu finden galt.
Únd er bracht einen Baum, wohl 3 Meter groß.
"So", sagte er stolz, "jetzt geht das Fest los."
"Aber nein mein Schatz", sagte die Känguruhfrau,
"das wichtigste fehlt, ich weiß es genau!"
"Du hast recht", rief Kängu "jetzt fällt es mir ein,
unser Tannenbaum darf doch nicht ungeschmückt sein."
Einen Strohstern steckte er auf die Spitze,
und verzierte die Zweige mit goldener Litze.
Dazu Kugeln und Kerzen, bis es weihnachtlich war.
"Jetzt können wir feiern, jetzt ist alles klar!"
"Aber nein mein Schatz", sagte die Känguruhfrau,
"das wichtigste fehlt, ich weiß es genau!"
"Ja, natürlich", rief Kängu, "du hast völlig recht,
ein Weihnachtsfest ohne Gebäck,das wär schlecht !"
Für den Teig nahm er Mehl und auch Weihnachtsgewürze,
für die Plätzchen Dosen, für sich selbst eine Schürze.
Und dann gings ans Backen ! Fast 10 Dosen voll!
"Ich bin fertig", rief Kängu, "jetzt feiern wir toll !"
"Aber nein mein Schatz", sagte die Känguruhfrau,
"das wichtigste fehlt, ich weiß es genau!"
Sie zog aus dem Beutel geschwind,
ein süßes, ein kleines, ein Känguruhkind.
Denn zur Weihnacht gehören die Kinder dazu,
beim Menschen genau wie beim Känguruh!
Das etwas andere Weihnachtsgedicht
Wie jedes Jahr zur Weihnachtszeit
Der Mensch Geschenke kaufen geht
In jeden Laden er nun eilt
Wo etwas schönes drinnen steht
. Ich schaue hierhin schaue dort
Mein Unbehagen wird gar groß
Gar nichts gefällt an diesem Ort
Was schenke ich zur Weihnacht blos?
Kitsch das alles meistens ist
Nix was sich verschenken läßt
Du merkst wenn Du helle bist
Selber Basteln ist das Best'
Nun noch die richt'ge Idee
Ein Weihnachtsmann aus Ebenholz
Ein Krippenbild aus Pappmaché
Mach leider nur den Bastler stolz
Dann nach dem nach Hause gehn
stellt man ihn in ein Regal
und hat man sich schnell saattgesehen
fliegt es in den Hausabfall
Auf einmal kommt ein Geistesblitz
etwas nützlich muß es sein
Etwas frech und mit viel Witz
Ich hab es: ein Gedicht ich reim'
Der Vers wird er vorgetragen
erffreuet eines jeden Herz
Daran kann sich jeder laben
enthält er auch mal einen Scherz
Schon kommen ich die Frage seh':
"Witzig ist's, gut anzuhör'n
Reimschema, Versmaß auch o.k.
Nur dieses nützlich tut uns stör'n"
Dies Blatt hier das Gedicht enthält
Papier aus Holz ist, ach, sag an
So heizt den Ofen in der Kält'
Ein Gedicht vom Weihnachtsmann
Ronald Ikes
Der eingesparte Weihnachtsmann